Auch wenn im Juli auf allen Ebenen keine Sitzungen stattgefunden haben, stand die Politik keineswegs still. Über einige ausgewählte Themen und Ereignisse, die mich diesen Monat beschäftigt haben, möchte ich Euch gerne berichten.
Bekanntlich hat der Grosse Rat meine Motion zur Einführung einer Notenpflicht ab der dritten Klasse im Frühjahr 2025 angenommen. Anlass für den Vorstoss war die aus meiner Sicht uneinheitliche Praxis an den Schulen: Während an einigen Schulen Leistungen mit Sternchen bewertet werden, kommen anderswo Smileys oder klassische Noten zum Einsatz. Diese Vielfalt verunsichert Eltern ebenso wie Schülerinnen und Schüler, da die Leistungen je nach Schule unterschiedlich beurteilt werden. Mehrere Eltern haben mich auf diesen Missstand aufmerksam gemacht, worauf ich die Motion eingereicht habe. Mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 tritt die entsprechende Änderung nun im August im Kanton Aargau in Kraft.
Überrascht wurde ich, als mich im Juli ein Journalist des Blick kontaktierte. Für einen Artikel zu diesem Thema stellte er mir einige Fragen. Der Beitrag erschien am Mittwoch, 22. Juli 2026, in der Printausgabe. Ihr findet ihn hier:
Kontroverse um Prüfungsnoten: Schule Rütihof unter Druck - Blick
Ein paar wenige Tage später schrieb auch der Tagesanzeiger darüber:
https://www.tagesanzeiger.ch/primarschule-baden-nach-10-jahr...
Im Juli haben die Medien über die angespannte Situation an den Aargauer Kantonsschulen und die geplanten Ausbauprojekte berichtet. Die Aargauer Kantonsschulen stossen derzeit an ihre Kapazitätsgrenzen. Als Antwort darauf plant der Kanton umfangreiche Investitionen in neue Schulgebäude und zusätzliche Kapazitäten. Gleichzeitig werden jedoch zunehmend Fragen laut, ob sämtliche Projekte in der vorgesehenen Grösse tatsächlich notwendig sind. Angesichts sinkender Geburtenzahlen und unsicherer Prognosen erachte ich es als wichtig, die langfristigen Bedarfsannahmen kritisch zu hinterfragen. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die Ausbaupläne regelmässig überprüft und den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Bestehende Engpässe müssen zwar behoben werden, doch bei Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe ist Augenmass gefragt. Ziel muss sein, den tatsächlich benötigten Schulraum bereitzustellen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit den Steuergeldern sicherzustellen.
Während auf kantonaler Ebene dennoch einiges lief, blieb es im Juli auf lokaler Ebene ruhig. Es standen keine politischen Aktivitäten oder Geschäfte an.
Für die EDU Kanton Aargau arbeitete ich im Juli an der Anhörung "Kantonale Gesundheits- und Sozialschulen; Standortfestlegung", welche bis Mitte August läuft. Die beiden kantonalen Gesundheits- und Sozialschulen BFGS und HFGS werden in den kommenden Jahren weiterhin stark wachsen. Aufgrund der grossen Bedeutung der beiden Schulen für das Aargauer Gesundheits- und Sozialwesen und der Höhe der notwendigen Investitionen in die räumliche Infrastruktur werden im Anhörungsbericht Fragen zur Festlegung der Standorte Aarau, Turgi und Suhr gestellt.
• Aktuell stehen keine Eidgenössischen Abstimmungen an.
• Aktuell stehen keine kantonalen Abstimmungen an.